Schafgarbe (Achillea millefolium)
Die Schafgarbe war das erste Kraut, das ich entdeckt habe und mit der meine Leidenschaft für Heilpflanzen geweckt wurde. Und die Begeisterung für diese Pflanze hat seither noch immer weiter zugenommen.
Geschichtliches[Bearbeiten]
Die Wirkung der Schafgarbe wird bereits in der griechischen Mythologie (Homers Epen Ilias und Odyssee) erwähnt und die Unverwundbarkeit des Helden Achilles ist vielen bekannt und hat der Pflanze ihren Namen gegeben. Die damalige medizinische Verwendung zur Blutstillung und Wundheilung ist legendär.
Inhaltstoffe[Bearbeiten]
Die Schafgarbe enthält vor allem ätherische Öle, azulogene Sesquiterpenlactone (Proazulen) der Guajanolid-Gruppe und nicht-azulogene Sesquiterpenlactone der Germacranolid Gruppe. Sehr wichtig sind die Flavonoide (Kampferol, Luteolin und Apigenin). Das Achillein ist ein Pyrrolizidinalkaloid mit entzündungshemmender Wirkung.
Anwendung[Bearbeiten]
Die Schafgarbe wird seit Jahrhunderten zur Behandlung vieler Erkrankungen eingesetzt. Sie gilt als sicher für die Anwendung komplementär zur modernen Medizin. Die meisten antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften dieses Krauts werden auf seine Flavonoide zurückgeführt. Oxidative und entzündliche Prozesse spielen eine wichtige Rolle bei der Pathogenese sehr vieler Erkrankungen. Somit ist die Schafgarbe eines der bedeutendsten und am längsten angewendeten Heilkräuter.
Was sagt die Wissenschaft?[Bearbeiten]
Es gibt in der PUBMED über 800 wissenschaftliche Artikel zu dieser Heilpflanze. Seine Inhaltsstoffe und die entzündungshemmende Wirkung sind mehrfach gezeigt und der Mechanismus einzelner Inhaltsstoffen aufgeklärt (Benedek B, 2007).